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rund um die Heidelbeere - Blütenfrostschutz
Vermeidung von Blütenfrösten Schutz von Blüten vor Frösten durch Beregnung
Die Frostschutzberegnung bewirkt Freisetzung von Wärme (335 kj/l)
durch Änderung des Aggregatzustandes von flüssig zu fest, bzw.
von Wasser zu Eis. Durch fortdauernde Benetzung wird dieser Gefrierprozess,
das heißt eine konstante Temperatur unter Eis von 0,5 °C, erhalten.
Die Knospen bzw. Blüten werden vor dem Erfrieren geschützt.
Wird dieser Vorgang unterbrochen, kommt es anstatt zu einer Wärmeabgabe
zu einem Wärmeverlust durch Verdunstungskälte, Unsere Frostschutzanlagen sind nur für kurzfristige Spätfröste
ausgelegt. Die Temperaturen müssen im Laufe des folgenden Tages
auch wieder über den Gefrierpunkt klettern, um ein Abtauen des Eises
zu ermöglichen. Außerdem bestünde dann erhöhte Eisbruchgefahr. Die Leistungsgrenze einer Frostschutzberegnung wird im wesentlichen
von der Tiefe der Temperatur und der Dauer einer Frostschutzmaßnahme
bestimmt und liegt bei etwa - 9 °C Feuchttemperatur. Folgende Kriterien über die wesentlichen Vorgänge der Frostschutzberegnung sind zu berücksichtigen:
Neben
dem Frostschutzeffekt wird bei der Beregnung durch das Wasser eine Reihe
von günstigen Wirkungsmechanismen ausgelöst. Das Wasser, so wie
aus den Regnern kommt, gibt Wärme an die Luft ab. Warme Luft ist leichter
als die bodennahe Kaltluft und steigt demzufolge nach oben auf. Die Wärmeabgabe ist um so größer, je niedriger die Temperatur sinkt und je größer die Beregnungsfläche ist. Der durch die aufsteigende Warmluft entstehende Unterdruck wird zunächst durch seitlich einströmende, später durch zirkulierende, oft warme, Höhenluft ersetzt. Die seitlich einströmende Luft kann je nach Herkunft wärmer oder kälter sein. Luft aus moorigen Wiesenbereichen ist im Gegensatz zu der Luft aus beregneten Flächen kälter. Windschutzhecken selbst in unbelaubtem Zustand, können das Eindringen der trägen Kaltluft hemmen und verzögern. Außerdem trägt ein Windschutz dazu bei, die Windgeschwindigkeit und damit die Verdunstungskälte zu verringern, sowie die erzeugte wärmere Luft im Bereich der Anlage zu halten. Ein weiterer positiver Effekt ist die durch das Wasser entstehende Nebelbildung, die eine Abstrahlung der Bodenwärme in höhere Luftschichten verhindert. Auch in dieser Hinsicht wirkt sich der Windschutz positiv aus. Aus Messungen geht hervor, dass auf feuchtem Boden die Temperatur in der Nacht weniger stark zurückgeht, als auf trockenen Böden. Dem gegenüber bleiben die Tagestemperaturen insgesamt niedriger. Die verbreitete Meinung, das bei geringerer oder nicht eintretender Eisbildung die Einschaltung der Frostschutzberegnung überflüssig sei, kann ein Trugschluss sein. Das aus den Regnern kommende relativ warme Wasser, der dadurch eingeleitete Effekt der Luftzirkulation, die Dunstbildung die eine Abstrahlung der Wärme verhindert und der feuchte Boden, der die Wärmeaufnahme über Tag besser speichern kann, reichen bereits für sich aus, leichte Spätfröste zu verhindern. Es können durch erhöhte Beregnungsintensitäten folgende Nachteile entstehen:
Dennoch ist eine Frostschutzberegnung in einer Intensivheidelbeeranlage unbedingt erforderlich. Der gestiegene Kapitaleinsatz verlangt nach konstanten und qualitativ hochwertigen Ernten, damit eine kontinuierliche Marktbelieferung gesichert ist.
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